Verband Junger Journalisten Berlin-Brandenburg

über 25 Jahre VJJ – gegründet 1984

Pressemitteilung über den Besuch des Bundespräsidenten bei der STIFTUNG SYNANON

Erstellt von hensel am Mittwoch 17. Dezember 2008

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit unserer kürzlich versandten Pressemitteilung hatten wir Sie über den Besuch des Bundespräsidenten informiert. Dieser Besuch hat am 11. Dezember stattgefunden. Hierüber berichten wir in der anhängenden Pressemitteilung.

Bundespräsident zu Gast
im Synanon-Haus
“Ich komme wieder”, sagte der Bundespräsident am
Schluss seines Besuches, den er am Donnerstag, den
11. Dezember 2008 der seit 1971 bestehenden und bundesweit
größten Suchtselbsthilfe abstattete.
“Was für ein Tag!”, war von den Bewohnern Synanons zu
hören. Der Bundespräsident, der in Begleitung seiner
Frau gekommen war, interessierte sich für ihr Leben,
das für viele von ihnen durch die eigene Sucht schon
fast verloren schien.
Auf ausdrücklichen Wunsch des Bundespräsidenten
sollte der Schwerpunkt seines Besuches darin bestehen,
mit Bewohnern der Suchtselbsthilfe ins Gespräch
zu kommen. Dem wurde von Seiten Synanons gern entsprochen.
Und so nahm das Bundespräsidentenpaar nach dem offiziellen
Teil mit Vertretern des Vorstandes, Kuratoriums
und der Landesdrogenbeauftragten am gemeinsamen
Mittagessen im Synanon-Haus teil. Mit ihnen am Tisch
saßen neben dem Vorstandsvorsitzenden Uwe Schriever
acht Bewohner Synanons, die im regen Austausch mit
dem Bundespräsidenten und seiner Gattin über ihre Erfahrungen
berichten konnten.
“Ein unbeschreiblich schönes Gefühl voller Dankbarkeit
und Stolz erfüllte mich in diesen Momenten, die
ich für immer in Erinnerung behalten werde”, beschrieb
es eine Bewohnerin.
Zuvor jedoch, im ersten Teil seines Besuches, der im
weihnachtlich geschmückten Kaminzimmer des Synanon-
Hauses stattfand, erklärte der Bundespräsident, dass
er sich im Vorfeld seines Besuches über die wichtige
Arbeit Synanons informiert habe, “die Anerkennung,
Respekt und Dank verdiene und die er durch seine Präsenz
im Hause öffentlichkeitswirksam unterstützen
möchte.”

Uwe Schriever berichtete von der Idee Synanons, den
Selbsthilfegedanken und der praktischen Umsetzung,
die sich von anderen Maßnamen im Bereich der Suchthilfe
insofern unterscheiden, “dass die Menschen in
Synanon nach dem körperlichen Entzug im Rahmen der
Synanon-Lebensschule nicht nur Verantwortung für sich
und andere lernen zu übernehmen, sondern auch die
Möglichkeit der Aus- und Weiterbildung, der Entschuldung
und der Nachsorge in Form von Beschäftigung bzw.
Vermittlung in Beschäftigung und Wohnraum erhalten.”
“Ich bin froh, dass ich bei Ihnen war”, sagte der
Bundespräsident nach seinem fast zweistündigen Besuch
unter großem Beifall aller im Saal Anwesenden.
Synanon ist eine Suchtselbsthilfegemeinschaft, die 1971 von Betroffenen für Betroffene
gegründet wurde. Aufgabe von Synanon ist es, hilfesuchenden süchtigen
Menschen Zuflucht vor ihrer Sucht zu geben, ihnen ein Zuhause zu bieten und die
Möglichkeit, ein selbstbestimmtes und eigenverantwortliches Leben ohne Suchtmittel
und ohne Kriminalität zu erlernen.
Der Schwerpunkt der Arbeit von Synanon liegt in der Rehabilitation suchtmittelabhängiger
Menschen. Von der sofortigen und jederzeitigen Aufnahme bei so genanntem
kalten Entzug bietet die Lebensschule Synanon ihren Bewohnern in der alles
entscheidenden Phase nach dem körperlichen Drogenentzug neben der täglichen
Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht und Nüchternheit Schul-, Berufsaus- und
-weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zur Erlangung des Führerscheins und vieles
andere mehr. Die Dauer seines Aufenthaltes bestimmt jeder Bewohner selbst. Nach
der empfohlenen Aufenthaltsdauer von 2 bis 3 Jahren leben 70 % der ehemaligen
Bewohner dauerhaft nüchtern und selbstbestimmt. Das Hauptziel der Lebensschule
ist die (Wieder)Integration in die Gesellschaft.

Mit freundlichen Grüßen

STIFTUNG SYNANON

Bernburger Straße 10
10963 Berlin
Telefon: 030 55000-0
Fax: 030 55000-220
E-Mail:   sekretariat@synanon.de
Internet: http://www.synanon.de

Die STIFTUNG SYNANON ist vom Finanzamt für Körperschaften in Berlin wegen der Verfolgung steuerbegünstigter Zwecke als gemeinnützig anerkannt.
Genehmigt durch den Senator für Justiz in Berlin – 3416/425-II. 2
Vorstand: Uwe Schriever (Vorsitzender), Ulrich Letzsch (Stellvertr. Vorsitzender)
Kuratorium: Peter Rohrer (Vorsitzender)
Steuernummer: 27/605/52758
USt-IdNr.: DE 209582150

Kommentar schreiben

Sie müssen Eingelogged , um eine Antwort zu hinterlassen.