Verband Junger Journalisten Berlin-Brandenburg

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Audio Poverty – eine Konferenz über Musik und Armut – 06.-08. Februar 2008 im Haus der Kulturen der Welt

Erstellt von hensel am Samstag 17. Januar 2009

Pressemitteilung
Audio Poverty –  eine Konferenz über Musik und Armut
Vom 06.-08. Februar 2008 im Haus der Kulturen der Welt
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Musikfreunde,
anbei erhalten Sie unsere Pressemappe mit dem internationalen
Konferenz- und Konzertprogramm
des Festivals Audio Poverty – Musik und Armut.


Auf Anfrage besteht die Möglichkeit, vorab ein Interview mit den Kuratoren
Ekkehard Ehlers und Björn Gottstein am Donnerstag, den 22. Januar 2009 in Berlin zu führen.
Bitte besuchen Sie auch den aktuellen Blog auf www.audiopoverty.de
Mit besten Grüßen
Frank Klaffs
Medienbetreuung www.audiopoverty.de
Audio Poverty – eine Konferenz über Musik und Armut

6. – 8. Februar 2009

Eine Kooperation von Wandering Star e.V. und Haus der Kulturen der Welt

Musik ist zu einer Ware geworden, die fast keiner mehr bezahlen will: Von allen online angebotenen Musiktiteln wurden 2008 85 Prozent nicht ein einziges Mal verkauft. Die Krise in der Wertschöpfung von Musik zeichnet sich schon lange ab. Wo bislang nur über Ökonomie, technische Revolutionen und soziale Veränderungen geredet wurde, stellt Audio Poverty die Musik selbst auf den Prüfstand: mit Diskussionen und Vorträgen, Konzerten, Parties, Performances und Experimenten. Wie verhält sich der Musiker zum verschwindenden Markt? Hat musikalische Armut einen Sound? Ist etwa die verarmte Musik, die Musica povera, die Kunstform der Zukunft?


Audio Poverty verschafft einen Überblick über die weltweiten Ansätze zum Umgang mit der neuen ökonomischen Realität. Global, historisch und Genre-übergreifend: Von der Popmusik bis zur neuen Musik, von philippinischer Kunstmusik bis Detroit Trash, vom japanischen 8-bit-Dubstep bis zu Tropical. Mit der senegalesischen Rapperin Sister Fa, dem Afrohop-Label-Betreiber Jay Rutledge (Outhere Records) und dem Field Researcher Brian Shimkovitz (Awesome Tapes from Africa) gilt dem afrikanischen Kontinent besondere Aufmerksamkeit. Aufträge für neue Werke gingen an den philippinischen Komponisten Alan Hilario, der den hegemonialen Umgang des Westens mit fremden Kulturen reflektiert, und den australischen Komponisten Thomas Meadowcroft, der den Eurozentrismus mit der Massenware der Spielzeugindustrie zerlegt.


Von der Krise betroffen sind die Veröffentlichungsformen, die Hörkultur, der musikalische Diskurs und natürlich die Musik selbst. Audio Poverty fragt nach den Konsequenzen. Was bedeutet die Vereinzelung des Hörens für den gesellschaftlichen Stellenwert der Musik? Was bedeutet es, wenn der Musikkritiker schweigt? Von den Entscheidungsträgern der Musikwirtschaft fordert Audio Poverty Aufklärung: Auf den Podien sitzen Dieter Gorny (Deutsche Phonoverbände), Joel Berger (MySpace Deutschland), Marc Chung (Verband unabhängiger Musikunternehmen). Lobbyisten stellen sich der Subkultur, die Musikwissenschaft begegnet dem World-Ghetto-Tech, der Tüftler trifft die Diva.

Vorträge gelten dem Verlust der Subkultur, alternativen ästhetischen Strategien, der Netz- und Blog-Kultur, der Musica povera und dem fragwürdigen Mythos vom verarmten Künstler.


Fünf Musiker aus Berlin, Wien und Innsbruck haben sich auf ein außergewöhnliches Projekt eingelassen. Sie haben vier Tage in einem buddhistischen Kloster gefastet und meditiert, um in einem Zustand geistiger und körperlicher Leere gemeinsam einen Satz aus Stockhausens „Aus den sieben Tagen“, der akkustische Übergriff auf Knut Hamsuns Roman „Hunger“, aufzuführen. Audio Poverty wird von Klanginstallationen, Performances und DJ-Sets flankiert.


Mit Heinz-Klaus Metzger, Steve Goodman, Kodwo Eshun (UK), Mark Chung, Christian Finkbeiner, Dieter Gorny, Gudrun Gut, Achim Bergmann, Jay Rutledge, Joel Berger, DJ Rupture (USA), Awesometapesfromafrica (USA), Ensemble Zwischentöne, Ensemble Asamisimasa (NOR), Sabine Sanio, Ensemble Mosaik, Thomas Meadowcroft (AUS), Alan Hilario (PHI), Oyvind Torvund (NOR), Goodiepal (DK), Christine Lemke-Matwey, Helga de la Motte-Haber, Jonathan Fischer, Olaf Karnik, Max Dax, Chris Bohn (UK), David Keenan (UK), Diedrich Diederichsen, Kai Fagaschinski, Werner Dafeldecker (AT), Barbara Romen (AT), Eva Reiter (AT), Manon-Liu Winter (AT), Josephine Foster (USA), Hair Police (USA), DJ Vamanos (UK), Alvin Curran (USA), Sister Fa (SEN), Golo Föllmer, John Eden (UK), Hartmut Möller, Orm Finnendahl, Gustav (AT), Serge Baghdassarians, Brian Duffy (UK), Christiane Rösinger, Modified Toy Orchestra (UK), Quarta 330 (JAP).

Kuratoren: Ekkehard Ehlers, Björn Gottstein


Tageskarte 13 Euro, ermäßigt 10 / Festivalticket 30 Euro, ermäßigt 26 Euro


Akkreditierung und weitere Informationen: www.audiopoverty.de

Pressekontakt: Frank Klaffs Musikbüro, frank@franks-music-office.de


Audio Poverty wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

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frank klaffs musikbüro
Im Zentralbüro
Karl-Liebknecht-Strasse 7
10178 Berlin
fon +49-30-313 2872
fax +49-30-318 06353
mobile +49-(0)173 2333312
www.frankklaffsmusikbuero.de

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