IFA Digital, Neu oder Konservativ tot wie die Messe?

IFA Digital, Neu oder Konservativ tot wie die Messe?
Berlin 07.09.2009
Björn Hensel Redakteur Jourlex und Dr. Izabella Ewa Cech Chefredakteurin Polen News
Die Internationale Funkausstellung IFA 2009 in Berlin ist ein High-Light in der Elektronikbranche. Eine der größten Messen der Welt bringt tausende von Unternehmen zusammen. Es bietet einen guten Platz für Anbahnung von neuen Geschäftskontakten oder Vertiefung schon früher abgeschlossener. IFA ist ein innovativer Platz für Aussteller und Firmenkontakte besonders im Bereich der digitalen, innovativen Produkte, sie sind die Stützen der Consumer Elektronik- Branche. Was für die IFA gilt, gilt nicht für die Messe Berlin im Allgemeinen. Die Innovativität der IFA sucht man bei der Messe Berlin vergeblich.
Viele sind auf die digitale, virtuelle Welt umgestiegen, könnte man denken und alle sind im Trend. Dies kann man nicht über die Messe Berlin behaupten und deren damit verbundenen Problemen.
Obwohl die Krise ihre Spuren in der ganzen Welt hinterlassen hat, sieht man dies bei den ausgestellten Unternehmen nicht unbedingt. Mit 1164 Ausstellern aus mehr als 60 Ländern verfügt die IFA über ein sehr vielfältiges Angebot. Von den neuesten Fernsehgeräten, über Haushaltsgeräte, Computer, Handys bis zu Hard- und Software und anderes Zubehör für Auge und Ohr, der Geschmack kommt auch nicht zu kurz, kann alles bestaunt werden.
Vielleicht ist die Weltwirtschaftskrise schon vorbei, jedoch stellen sich viele Unternehmen bescheidener aus als in den Vorjahren. Auch bei der Messe sind die Sparmaßnahmen nicht zu übersehen. Schwierigkeiten bei der Akkreditierung, besonders für Online-Medien oder nicht genehme Berufsverbände, können zum Verhängnis für Journalisten werden und von Herrn Heinrich und seinen Crew zu einer Ablehnung führen. Wie Frau Silvani von der Messe Berlin, in einem Telefongespräch, betonte, sind Online-Portale unseriös und unprofessionell, obwohl die Nachprüfung von Veröffentlichungen der Journalisten im Internet ohne großen Aufwand durchgeführt werden kann. Sie werden nicht anerkannt, kommen aber Journalisten mit einem DJV-Ausweis, benötigen sie oftmals keinen Nachweis. Ein Beispiel: Am Sonntag dem 06.09.2009 kommt ein Vater mit seinem Sohn mit einem DJV-Ausweis und wird ohne Probleme akkreditiert, ohne einen Veröffentlichungsnachweis zu erbringen. Dem gegenüber bekam ein Journalist aus Polen, ein Chefredakteur eines polnischen Musikportales mit Impressum, mit dem VJJ-Presseausweis nur unter größten Schwierigkeiten, eine Tagesakkreditierung. Das nennt man dann Gleichbehandlung? In der Poznaner Messe hat man mit keinem Presseausweis ein Problem. Sie erhalten eine Akkreditierung mit einer superfreundlichen Behandlung. Was ist mit den Online Ausgaben der großen Zeitungen, z. B. Berliner Zeitung, New York Times oder RP-Online? Sind die auch unseriös und unprofessionell? Wir werden dort mal nachfragen, denn die Verlierer am Ende sind die Unternehmen, über die nicht ausreichend berichtet wird.
Was sagt dazu z. B. Herr Murdoch????
Obwohl die Krise auch die IFA erreicht hat, können wir ganz stolz sagen, Polen konnte der Krise ausweichen und im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl von polnischen Ausstellern um 400% zum Vorjahr gestiegen. Wenn sich im Jahre 2008 auf der IFA nur zwei polnische Firmen ausgestellt haben (ohne die Großkonzerne wie Philips, Beko, Grundig und ähnliche) sind es in diesem Jahr 8 polnische Aussteller, die ihre Produkte anbieten können.
Wer der erste ist, der ist der beste, mit diesem Motto sind sie zur IFA gekommen. Einige sind zum ersten Mal dabei und versuchen jetzt ihre Produkte den anderen anzubieten. Dank der Erfolge der polnischen Aussteller auf der Messe können auch andere polnische Unternehmer nach Berlin zur IFA kommen.

Hinterlasse eine Antwort