If I Can Make It There: Was die Städte versprechen” – Vortragsreihe in Berlin und Warschau
Erstellt von hensel am Donnerstag 25. März 2010
Pressemitteilung
24. März 2010
“If I Can Make It There: Was die Städte versprechen” – Vortragsreihe in Berlin und Warschau
Las Vegas steht geradezu paradigmatisch dafür, aber auch nach Neapel, Warschau oder Mumbai kommen Menschen, um ihr Glück zu suchen. In der Vortragsreihe “If I Can Make It There: Was die Städte versprechen” widmen sich Kulturwissenschaftler, Architekten, Soziologen und Schriftsteller dem Phänomen der Glückssuche im urbanen Kontext. Die elf Vorträge sind von April bis Juli sowohl im Berliner Theater Hebbel am Ufer als auch im Warschauer Klub Nowy Wspania?y ?wiat zu hören. Sie sind Teil des Projekts “The Promised City”, einer Initiative des Polnischen Instituts Berlin und des Goethe-Instituts zwischen Berlin und Warschau: Künstler, Kulturschaffende und Wissenschaftler setzen sich interdisziplinär mit den Träumen, Illusionen und dem Versprechen moderner Metropolen auseinander.
Die Vorträge spiegeln die unterschiedlichsten Facetten des Themas: So geht es um Magie, Religion und das Lotteriespiel in Neapel, aber auch um die Jugendlichen, die aus ganz Europa ins Berliner Nachtleben pilgern, um ihr Glück im Techno-Rausch zu finden. Eine kulturhistorische Auseinandersetzung mit Las Vegas wird ebenso ihren Platz finden wie die stadtplanerische Sicht auf das heutige Bukarest: Die Bürger der rumänischen Hauptstadt – einst Muster totalitärer Architektur – erobern sich den öffentlichen Raum zurück und entdecken sein verheißungsvolles Potential.
Die Vortragsreihe “If I Can Make It There: Was die Städte versprechen”, konzipiert von der Kulturwissenschaftlerin Stefanie Peter, greift diese und weitere Themen auf. Den Anfang macht am 29. März im Berliner Theater Hebbel am Ufer Karl Schlögel, Professor für die Geschichte Osteuropas an der Viadrina-Universität Frankfurt/Oder. In seinem Vortrag “Unterwegs in unsichtbare Städte” befasst er sich mit der Verschiebung von Zentren und Peripherien seit 1989 und der Entstehung eines informellen neben dem offiziellen Europa. Moderiert wird der Abend von René Aguigah, Deutschlandradio Kultur.
An den Folgeterminen sprechen Stefan Ghenciulescu über “Wilde Rückeroberung – Bukarest im Postsozialismus” und Marino Niola über “Neapel oder die Arithmetik des Schicksals”. Joanna Tokarska-Bakir untersucht “Glück in Warschau. Eine Stadt und ihre Untergründe”, Norman M. Klein beschäftigen “Die ‘Cheat Codes’ von Las Vegas. Über das Ende von Öffentlichkeit, Politik und Entertainment”, Tobias Rapp spricht über “Berlin, Techno und den Easyjetset”. Eva Illouz referiert zu den “Glücksvorstellungen in der reflexiven Moderne”, Kees Christiaanse fragt nach einer “Open City” und Shuddabrata Sengupta spricht über “Promise and Fear”.
“If I Can Make It There” ist ein Teil des Projekts “The Promised City”, einer kulturellen Initiative des Polnischen Instituts Berlin und des Goethe-Instituts zwischen Berlin und Warschau mit Kooperationen in Mumbai und Bukarest: Künstler, Kuratoren, Kulturschaffende und Wissenschaftler aus Deutschland, Polen, Indien und Rumänien entwickeln zahlreiche neue künstlerische Produktionen, die sich interdisziplinär mit den Träumen, Illusionen und dem Glücksversprechen moderner Metropolen auseinandersetzen.
Das vollständige Programm und weitere Informationen unter:
www.promised-city.org
www.hebbel-am-ufer.de
Vorträge im Berliner Theater Hebbel am Ufer (HAU):
29. März, 19.30 Uhr, HAU 1, Stresemannstraße 29, Eintritt: 3 Euro, Karten: 030 259004 27 “Unterwegs in unsichtbare Städte” (Karl Schlögel, Berlin)
12. April, 19.30, Uhr HAU 1, Stresemannstraße 29 “Wilde Rückeroberung – Bukarest im Postsozialismus” (Stefan Ghenciulescu, Bukarest)
19. April, 19.30 Uhr, HAU 3, Tempelhofer Ufer 10 “Neapel oder die Arithmetik des Schicksals” (Marino Niola, Neapel) Italienisch mit deutscher Simultanübersetzung
31. Mai, 19.30 Uhr, HAU 3, Tempelhofer Ufer 10 “Glück in Warschau. Eine Stadt und ihre Untergründe” (Joanna Tokarska-Bakir, Warschau) Polnisch mit deutscher Simultanübersetzung
1. Juni, 19.30 Uhr, HAU 3, Tempelhofer Ufer 10 “Die ‘Cheat Codes’ von Las Vegas. Über das Ende von Öffentlichkeit, Politik und Entertainment” (Norman M. Klein, Los Angeles) Englisch mit deutscher Simultanübersetzung
Vorträge im Warschauer Klub Nowy Wspania?y ?wiat, ul. Nowy ?wiat
29. April, 19 Uhr
“Unterwegs in unsichtbare Städte” (Karl Schlögel, Berlin)
6. Mai, 19 Uhr
“Berlin, Techno und der Easyjetset” (Tobias Rapp, Hamburg)
2. Juni, 19 Uhr
“Die ‘Cheat Codes’ von Las Vegas. Über das Ende von Öffentlichkeit, Politik und Entertainment” (Norman M. Klein, Los Angeles)
24. Juni, 19 Uhr
“Glücksvorstellungen in der reflexiven Moderne” (Vorläufiger Titel, Eva Illouz, Jerusalem)
6. Juli, 19 Uhr
“Open City” (Kees Christiaanse, Zürich)
8. Juli, 19 Uhr
“Promise and Fear” (Shuddabrata Sengupta, Neu-Delhi)
Kontakt:
Dr. Christine Regus
Pressesprecherin
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906 471
regus@goethe.de
Kirsten Hehmeyer
Pressesprecherin
Theater Hebbel am Ufer
Tel.: +49 30 259004 38
k.hehmeyer@hebbel-am-ufer.de
Marcin Zastrozny
Pressesprecher
Polnisches Institut Berlin
Tel.: +49 30 24758 117
presse@polnischekultur.de
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