Medieninfo Mai 2010

Medieninfo Mai 2010
Liebe Leserinnen und Leser,

je näher die Fußball-Weltmeisterschaft rückt, desto deutlicher zeigt sich, dass Südafrika immer noch sehr eindimensional als ein von Armut und Gewalt dominiertes Land wahrgenommen wird. Dem Team des Goethe-Instituts Südafrika ist es ein Anliegen, dem etwas entgegen zu setzen, die südafrikanische Künstler- und Intellektuellenszene in den Mittelpunkt zu rücken und in gemeinsamen Projekten neue Spielräume für den Kulturaustausch zu erschließen. Mit seinem WM-Kulturprogramm „Football meets culture“ wird es in den Vororten der Stadt genauso präsent sein wie in den Townships und im Innenstadtbezirk Hillbrow, der als hochkriminell gilt.

Es gibt aber auch ein Leben jenseits der WM: Lesen Sie in dieser Medieninfo über Amazonien in München, das lebendige deutsch-russische Verhältnis 65 Jahre nach 1945, Rap in Manila und Goethe auf der EXPO in Shanghai.

Mit herzlichen Grüßen
Christoph Mücher
und
Christine Regus

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Aktuelle Projekte
Interview des Monats
Aus dem Institut
Vorschau

Aktuelle Projekte
München: „Amazonas-Musiktheater“ feiert Weltpremiere
Das multimediale Amazonas-Musiktheater macht den Regenwald zum Protagonisten: In enger Zusammenarbeit mit den Yanomami, einer der letzten großen indigenen Gruppen Südamerikas, ist „Amazonas – Musiktheater in drei Teilen“ entstanden. Die Verbindung von Musiktheater, Medienkunst, Technologie und Wissenschaft gewährt einen neuen Blick auf unterschiedliche Aspekte Amazoniens: Klimawandel, indigene Kultur und Kosmologie. Die Welturaufführung ist am 8. Mai 2010 auf der „Münchener Biennale – Internationales Festival für Neues Musiktheater“.
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Shanghai: deutsch-chinesisches Finale auf der Expo
Rund 240 Nationen und internationale Organisationen präsentieren sich von Mai bis Oktober in Shanghai. „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ ist nicht nur der einzige binationale Auftritt auf der Weltausstellung, sondern auf dem Expo-Gelände sogar gleich zweimal vertreten: im Forum des Deutschen Pavillons und im eigenen Deutsch-Chinesischen Haus. Nach fünf erfolgreichen Stationen in wichtigen chinesischen Regionalmetropolen feiert die größte deutsche Veranstaltungsreihe im Ausland nun auf der Expo ihren Abschluss.
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Berlin: Krise der Kunst oder Kunst der Krise?
Seit der Finanzkrise 2008 wird verstärkt über Wertesysteme als Gegengewicht zu zügelloser Deregulierung und Selbstorganisation der Märkte diskutiert. Welche Folgen hat dies für die Kulturszenen, die Kunstproduktion und ihre Vermittlung in Deutschland und im spanischsprachigen Raum? Welche neuen Chancen generiert die Krise? Unter dem Titel „Kunst + Krise“ widmet sich die IV. Deutsch-Spanische Kulturbegegnung den Auswirkungen der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzsituation auf die Bildenden Künste.
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Johannesburg: Fußball und Kunst
Pünktlich zum Anstoß der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika startet das Projekt „Football meets culture“ des Goethe-Instituts Johannesburg. Künstler aus Südafrika und Deutschland entwickeln neue Spielräume und zeigen Johannesburg von einer ganz neuen Seite: Die Choreografin Constanza Macras erarbeitet mit südafrikanischen Künstlern eine Tanzproduktion, das Goethe-Institut feiert den Abriss seiner Sicherheitsmauern mit der Eröffnung des neu gestalteten, offenen Institutsgeländes und in Privatwohnungen der Stadtteile Hillbrow und Soweto finden Theater-Performances statt.
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Manila: Tondo-Rap
Tondo-Rap ist die Musik eines der ärmsten und am dichtesten besiedelten Stadtteile von Manila. Sie ist Ausdruck des Lebensgefühls von Jugendlichen, die ihren Erfolg in einer der hundert Straßengangs in Tondo suchen. Goethe-Institut und Alliance Française bringen die jungen Rapster jetzt mit deutschen und französischen HipHop-Künstlern zusammen – mit HipHop-Battle, Filmen und Workshops.
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Moskau: Die Zukunft der Erinnerung
Moskau im Mai: Erinnerung an 65 Jahre Kriegsende, die Tschechow-Festspiele und das INTRADANCE-Festival für zeitgenössischen Tanz – in Russlands Hauptstadt finden derzeit gleich drei hochkarätige Kunst-, Theater- und Tanzprojekte des Goethe-Instituts statt. Volksbühnen-Intendant Frank Castorf, die Künstler Jochen Gerz und Juri Lejdermann, der Choreograf Christoph Winkler und viele andere sind vor Ort.
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Addis Abeba: Renaissance Fashion
In einem Kaffeelagerhaus in Addis Abeba zeigen der deutsche Stardesigner Markus Lupfer und junge äthiopische Modeschöpfer die Ergebnisse ihres Projekts „Renaissance Fashion“. Das deutsch-äthiopische Modeprojekt ist eine Zusammenarbeit von Alemayehu Seife Selassie, Mitarbeiter einer Druck- und Design-Firma in Addis Abeba, und dem Muffatwerk München. Es ist das erste Resultat der Fortbildungen, die das Goethe-Institut für afrikanische Kulturmanager in Deutschland organisiert.
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Berlin: Überall und nirgendwo zuhause
„Heimat im Heute“ ist das Thema der dritten deutsch-israelischen Literaturtage. Autoren und Intellektuelle der jüngeren Generation aus beiden Ländern kommen in Berlin zusammen, um über Freiheit, Verwurzelung und ihre ganz persönliche Vorstellung von Heimat zu diskutieren. In fünf Panels begegnen sich Nir Baram, Avirama Golan, Ayman Sikseck, Jenny Erpenbeck, Sybille Lewitscharoff und viele andere.
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GoetheNetNews
Goethe-Institut Auf Goethe aktuell finden Sie Reportagen, Berichte und Interviews über die Arbeit des Goethe-Instituts in aller Welt. Zuletzt erfuhr man dort wie Reinhard Maiworm das stärkste Erdbeben aller Zeiten erlebt hat, warum der Tod des ältesten Schimpansen im Frankfurter Zoo einen kenianischen Journalisten fasziniert und warum Lateinamerika noch immer seine Identität sucht.
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Interview des Monats
„Wichtig ist, dass nach der WM etwas Positives bleibt”
Am 11. Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Pünktlich zum Anstoß startet in Johannesburg die Projektreihe „Football meets culture“. Katharina von Ruckteschell-Katte, Leiterin des Goethe-Instituts Johannesburg, spricht im Interview über Vorurteile gegen das WM-Land Südafrika und die Ziele, die das Goethe-Institut mit seinem Kulturprogramm verfolgt.
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Aus dem Institut
Südafrika: politische Kunst im Zeitalter der Postapartheid
2010, wenn die Fußballwelt auf Südafrika blickt, steht 20 Jahre nach der Freilassung Nelson Mandelas auch der Gründungsmythos der „Rainbow Nation“ auf dem Prüfstand. Wie sieht die Realität heute aus? „Zeitgenössische Künstler aus Südafrika“, der zweite Band der vom Goethe-Institut und der Akademie der Künste herausgegebenen Reihe „Positionen“, stellt südafrikanische Künstler, Architekten und Verleger vor und zeigt, wie sich politische Kunst in der Postapartheid-Ära positioniert.
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Johannesburg: Filmpreis für »The Abyss Boys«
Der Filmregisseur Jan-Hendrik Beetge aus Südafrika wurde für seinen Kurzfilm »The Abyss Boys« mit dem »African Movie Academic Award« ausgezeichnet, einem der bedeutendsten Filmpreise Afrikas. Beetge hatte seinen Film mithilfe des Goethe-Instituts realisiert, das 2007 in Zusammenarbeit mit der Stiftung »Art in Africa« den panafrikanischen Kurzfilmwettbewerb »Latitude – Quest for the Good Life« ins Leben gerufen hat. Neben Jan-Hendrik Beetge waren drei weitere Teilnehmer von »Latitude« für die Auszeichnung als bester Kurzfilm nominiert.
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Vorschau
Termine in den kommenden Wochen
Montevideo und Córdoba
Juni 2010

René Pollesch in Südamerika
Die Arbeiten des Dramatikers und Regisseurs René Pollesch sind provokant und eigenwillig; sein postdramatisches Theater dekonstruiert Text und Aufführung. In Uruguay, wo die Theaterszene eher traditionell ausgerichtet ist, bringt das Goethe-Institut in Montevideo Polleschs Stück »Sex« auf die Bühne. Das Goethe-Institut Córdoba zeigt »Die Liebe ist kälter als das Kapital«. Beide Stücke werden von dem argentinischen Regisseur Marcelo Massa inszeniert.
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Kontakt

Christoph Mücher
Goethe-Institut Zentrale
Tel.: +49 89 15921-249
muecher@goethe.de

Dr. Christine Regus
Goethe-Institut Hauptstadtbüro
Tel.: +49 30 25906-471
regus@goethe.de

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