Das Museum für Fotografie Berlin – 22.06.2011

Das Museum für Fotografie Berlin – 22.06.2011

Von Sophia Lehmann

Auf drei Etagen werden im Museum für Fotografie am S-Bahnhof Zoologischer Garten drei verschieden Ausstellungen präsentiert. In den beiden unteren Geschossen sind die zwei Dauerpräsentationen „Helmut Newtons Private Property“ und „Helmut Newton: Polaroids“ zu sehen. Bei der zuerst genannten Ausstellung kann man Privatgegenstände, wie Bücher, Kameras und Kleidung Helmut Newtons betrachten. Man findet auch Fotos von ihm und seiner Frau June Browne. Außerdem gibt es viele seiner Werke, z.B. Covershootings der Vanity Fair zu sehen. Die erste Etage präsentiert vergrößerte Polaroids des Fotografen. Sie zeigen Aufnahmen für große Namen, wie Yves St. Laurent, die französische und italienische Vogue oder Jimmy Choo. Die Technik der Polariods verwendete Newton seit den 70iger Jahren bis zu seinen letzten Aufnahmen.

Im zweiten Obergeschoss findet man Bildreportagen und Theaterfotografie der deutschen Fotografin Abisag Tüllmann. Im Gegensatz zu Helmut Newton, dessen Bilder perfekt inszeniert waren, sind ihre Fotos aus Alltagssituationen entstanden. Egal ob in Deutschland oder in Südafrika, Tüllmann ergriff den Moment und hielt ihn fest. Aus alltäglichen Bildern wurden durch Missgeschicke sensationelle Schüsse. Und auch die Theaterfotografien sind beeindruckend. Viele von ihnen fanden Platz in Theaterkritiken.
Doch auch Newtons Fotos sind nicht ohne. Viel nackte Haut, nahezu provokante Arbeit mit Puppen und Waffen. Faszinierend, wie aus scheinbar unspektakulären Ideen umso spektakuläre Bilder entstehen können.

Bei 8€ Eintritt, Ermäßigt 4€, nimmt man sich gern 1-2 Stunden Zeit, um die Arbeiten dieser beiden einzigartigen Fotografen des 20. Jahrhunderts zu bestaunen.

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