Ken FM, mit dem charismatischen Moderator Ken “Keks” Jebsen, zunächst wieder auf Sendung beim RBB

Ken FM wird beim RBB ab Sonntag zunächst wieder auf Sendung gehen.

von Björn Hensel

Wie zu erwarten war, geht am Sonntag den 13.11.2011 die Livesendung Ken FM, mit dem Hang zu Sarkasmus und Satire, wieder auf Sendung beim RBB, obwohl unhaltbare Vorwürfe wegen Antisemitismus gegen Ken Jebsen im Raum standen und in einigen Bevölkerungskreisen noch stehen. Die Informationsplattform “Die Achse des Guten” hatte am 06.11.2011, namentlich Henryk Marcin Broder, Ken Jebsen beschuldigt mit seiner Sendung antisemitische Ressentiment zu schüren und den Holocaust zu leugnen. Diese, aus einer vermeindlichen Mail Jebsens stammenden Aussagen, entbehren jeder Grundlage und müssten als Ehrabschneidung gewertet werden.
Nach meiner Meinung hat der Verfasser der Anschuldigung Herr Broder nur Glück, dass er nicht in Polen lebt und diese haltlosen Beschuldigungen dort geäussert hat, denn seit dem 05.11.2011 gibt es einen Strafkatalog, der auch den Bereich Journalismus und seine falschen Informationen (Artikel 216 § 1 des polnischen Strafgesetzbuches) unter Strafe stellt. Warum ich darauf komme? Eventuell besteht noch eine polnische Staatsbürgerschaft (Broder ist in Polen 1946 geboren) und damit eine kleine Hoffnung diesem Spuk ein Ende zu setzen. Für die veröffentlichte Nachricht und deren Folgen würde Herrn Broder bis zu 5 Jahre Gefängnis in Polen drohen, unabhängig von einem Zivilverfahren, das ihn in den Ruin treiben könnte, nach dem Artikel 448 des Zivilgesetzbuches in Polen. Eine Unterlassungsklage und Strafe durch den Medienrat könnten noch zusätzlich verhängt werden. Das, was die Informationsplattform “DADG” mit Ken Jebsen aktuell betreibt, würde in Polen zusätzlich als Mobbing bezeichnet und auch zusätzlich strafrechlich verfolgt werden.

Die Fähigkeit Sarkasmus zu erkennen benötigt, laut einer Studie aus Israel, ein gewisses Maß an Gehirnfunktion in einem bestimmten Teil des Gehirns. Sarkasmus, sagt ein englisches Sprichwort, ist die niedrigste Art von Witz. Die Mischung von Gehässigkeit und Ironie hat keinen guten Ruf – und doch ist sie eine harte Nuss fürs menschliche Gehirn. Eine Gruppe von Medizinern und Psychologen aus Israel zeigte jetzt: Um sarkastische Bemerkungen als solche zu verstehen, ist die fein abgestimmte Zusammenarbeit verschiedener Hirnregionen notwendig. Nur wer sich in die Lage des Spötters versetzen kann, ist auch fähig, den Spott zu erkennen, schreiben die Forscher im Fachblatt “Neuropsychology” (Bd. 19, S. 288). Shamay-Tsoory glaubt: “Eine Schädigung in jeder einzelnen Region dieses Netzwerks kann das Verständnis von Sarkasmus beeinträchtigen.” Um “die niedrigste Form des Witzes” zu verstehen, ist also einiges nötig: Sprachverständnis, soziales Einfühlungsvermögen und die fein justierte Fähigkeit, buchstäbliche und subtilere Bedeutungen miteinander zu verknüpfen. Ich glaube, in diesem Bereich hat Herr Broder noch starke Defizite.
Fazit:
Warum sollen wir uns mit Worten wehren? Ganz einfach, es stellt sich doch die Frage, wer ist der Nächste, den Henryk Marcin Broder und seinen Freunde verleumden und angreifen? Oder kann hier nur PiS und ihr Vorsitzender Kaczynski helfen, denn die setzen sich für die Unterdrückten und Minderheiten (ein Halbinder, der Vater ist Inder und die Mutter ist Polin, stand auf der Kandidatenliste für PiS zum Sejm 2011) ein? Herr Broder haben Sie das verstanden oder soll ich Ihnen Nachhilfe geben?

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