PM Diakonie und Landeskirche fordern: Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren

Lena Högemann

Pressesprecherin DWBO

Diakonisches Werk Berlin-

Brandenburg-schlesische

Oberlausitz e.V.

PF 332014

14180 Berlin

Telefon 030

· 820 97 – 111

Mobil 0173

· 603 33 22

diakonie-pressestelle@dwbo.de

Heike Krohn

Stellv. Pressesprecherin

Evangelische Kirche

Georgenkirchstraße 69

10249 Berlin

Telefon 030 · 2 43 44 – 328

Fax 030 · 2 43 44 – 289

h.krohn@ekbo.de

www.ekbo.de

Diakonie und Landeskirche fordern: Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren

Der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Dr.

Markus Dröge, und die Direktorin des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg-schlesische

Oberlausitz e.V. (DWBO), Susanne Kahl-Passoth, unterstützen die deutschlandweite „Initiative

Pro Arbeit“.

In einem Brief wenden sich Bischof Markus Dröge und Diakoniedirektorin Susanne Kahl-Passoth an die

Kirchengemeinden und die Öffentlichkeit und fordern, Solidarität mit langzeitarbeitslosen Menschen zu

zeigen, sich für öffentlich geförderte Beschäftigung einzusetzen und sich an einer deutschlandweiten

Unterschriftenaktion im Vorfeld der Bundestagswahl zu beteiligen.

„Uns ist die Situation der Langzeitarbeitslosen in unserer Region ein großes Anliegen. Arbeitslosigkeit

und zu geringe Arbeitseinkommen sind die Hauptursache für Armut und Ausgrenzung. Öffentlich

geförderte Beschäftigung ist eine wichtige Perspektive für Betroffene. Gerade als Christinnen und

Christen ist es unsere Pflicht, uns für diejenigen einzusetzen, die am Rande stehen“, erklärt Bischof

Dröge.

„Arbeit statt Arbeitslosigkeit zu finanzieren – das ist das Ziel der Initiative, die mir ein Herzensanliegen

ist. Es ist ein Unding, dass die Mittel für öffentlich geförderte Beschäftigung in den letzten drei Jahren

um rund 50 Prozent gekürzt worden sind. Die Folge: Langzeitarbeitslosen wird eine Teilhabe am

Arbeitsleben verwehrt. Es ist an der Zeit, zu akzeptieren, dass es Menschen gibt, die auf dem ersten

Arbeitsmarkt keine Chance bekommen. Sie brauchen öffentlich geförderte Beschäftigung“, sagt

Diakoniedirektorin Kahl-Passoth.

DWBO und EKBO haben allen Gemeinden ein Informationsfaltblatt zugesandt. Die daran angehängte

Postkarte soll unterschrieben an das Diakonische Werk zurückgesandt werden. Bundesweit werden so

Unterschriften gesammelt, die zu den Koalitionsverhandlungen an das Bundesministerium für Arbeit

und Soziales übergeben werden. Unterstützerinnen und Unterstützer haben auf der Website

www.initiative-pro-arbeit.de außerdem die Möglichkeit, direkt an die Kandidatinnen und Kandidaten in

ihrem Wahlkreis zu schreiben um den Anliegen der Initiative Nachdruck zu verleihen. „Wir bedanken

Lena Högemann

Pressesprecherin DWBO

Diakonisches Werk Berlin-

Brandenburg-schlesische

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Mobil 0173

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Heike Krohn

Stellv. Pressesprecherin

Evangelische Kirche

Georgenkirchstraße 69

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uns herzlich bei allen, die auf diese Weise einen Beitrag dazu leisten, dass langzeitarbeitslose

Menschen eine Beschäftigungsperspektive erhalten“, sagt Kahl-Passoth.

Hintergrund Langzeitarbeitslosigkeit:

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Bundesweit sind trotz der positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor ein Drittel

aller Arbeitslosen langzeitarbeitslos, also länger als ein Jahr ohne Arbeit.

·

In unserer Region liegt der Anteil noch höher: In Brandenburg sind rund 53.000 Frauen und

Männer langzeitarbeitslos, fast 42 Prozent aller Arbeitslosen im Land. In Berlin betrifft dies etwa

70.000 Menschen (33,5 Prozent aller Arbeitslosen) und in Sachsen sind es circa 73.000

Menschen (über 38 Prozent aller Arbeitslosen).

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Juni 2013)

·

Die Langzeitarbeitslosigkeit ist kaum zurückgegangen. Tatsächlich sind aber noch erheblich

mehr Menschen betroffen. Denn schon kurzfristige Unterbrechungen (Krankheit, kurzfristige

Jobs etc.) führen zur Beendigung der statistischen Langzeitarbeitslosigkeit.

Informationen zur „Initiative Pro Arbeit“ finden Sie unter www.initiative-pro-arbeit.de und unter

www.diakonie-portal.de/pro-arbeit.

Die bundesweite Initiative setzen sich dafür ein, dass

sozialversicherungspflichtige öffentlich geförderte Beschäftigung als Teilhabeperspektive für

langzeitarbeitslose Menschen gesetzlich verankert wird.

Für die Berichterstattung stellt Ihnen die Pressestelle der Diakonie gerne den Kontakt zu

Betroffenen her. Im Anhang finden Sie das Faltblatt, das an die Gemeinden verschickt worden

ist.

Berlin, den 31.7.2013

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