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Verband Junger Journalisten Berlin-Brandenburg e.V.
Verband Junger Journalisten Deutschlands




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1.12.04 17:54
Boomender Ethno-Markt trifft sich in Berlin

In nahezu allen westdeutschen Innenstädten lässt sich seit zwei Jahrzehnten eine ähnliche Entwicklung feststellen – die Entstehung einer blühenden Vielfalt an Gastronomiebetrieben und Einzelhandelsgeschäften von Zuwanderern. Ob exotische Früchte wie Longan im Asia-Shop, afrikanische Haarpflege-Produkte im Afro-Shop, ein Stück bittersüße Schokoladen-Nostalgie im russischen Gemischtwarengeschäft, die Knabbertüte verschiedener Nüsse im türkischen Kuruyemis-Laden oder ein kurzes Telefonat mit den Verwandten im Libanon aus einem Call Shop – die mehr als acht Millionen Zuwanderer in Deutschland haben sich eine Infrastruktur geschaffen, die sowohl Produkte für die Menschen aus ihrem eigenen Kulturkreis bietet als auch dem deutschen Kunden kulturelle Entdeckungsreisen ermöglicht. Wenn das Produktsortiment der verschiedenen Einzelhändler mit landestypischen Waren und üblichen westlichen Markenprodukten auch sehr unterschiedlich ist , so haben Asia- und Afro-Shops, russische und türkische Einzelhändler sowie die mittlerweile mehr als 1500 Call Shops doch in der Regel eine Gemeinsamkeit – fast alle bieten Calling Cards* an. Auf Grundlage dieser Gemeinsamkeit der schätzungsweise 10.000 Einzelhändler mit Migrationshintergrund findet am 2. und 3. Dezember in der Messehalle „Hangar 2“ im Flughafen Tempelhof die zweite TelePIN Expo statt. Es haben sich bereits mehr als 80 Aussteller angemeldet und der Veranstalter Bernhard Heider, Geschäftsführer der Ethnotrade Medien- und Veranstaltungs GmbH, rechnet mit 2000 Besuchern, die meisten von ihnen Unternehmer mit Migrationshintergrund.

Aber auch deutsche Unternehmen, Medien, Verbände und staatliche Institutionen sind eingeladen, auf der Messe den Kontakt zu Multiplikatoren aus Handel und Medien von und für Zuwanderer aufzunehmen. So wird neben der TelePIN Expo in einem Teil des Hangars zum ersten Mal die ETHMA – Messe und Konferenz für Ethnomarketing, Interkulturelle Medien und Beratung für MigrantInnen - stattfinden. Hier werden u.a. Afro-Magazine, russische, arabische, chinesische und türkischsprachige Medien, die Veranstalter von interkulturellen Straßenfesten, das Zentrum für Türkeistudien, das Institut für Sozial- und Marktforschung Isoplan, die Internationale Medienhilfe und drei Journalistenverbände mit Info-Ständen vertreten sein. An beiden Veranstaltungstagen finden Vorträge und Diskussionsrunden in den benachbarten Tagungsräumen statt, bei denen es um Fragen geht wie: „Wie groß sind die verschiedenen Zuwanderergruppen? Wie unterscheiden sie sich in Kaufkraft, Konsumverhalten und Mediennutzung von der deutschen Bevölkerung? Wie kann man die jeweiligen Zielgruppen für Öffentlichkeitsarbeit, Marketing und Vertrieb erreichen und wie sollte eine zielgruppenspezifische Ansprache erfolgen?“.

Zu trocken wird es allerdings bei den beiden Messen TelePIN Expo und ETHMA nicht zugehen. Die Aussteller tun einiges dafür, um Interessenten an ihre Stände zu locken. So lässt ein russischer Aussteller Kaviar und Wodka ausschenken, ein türkischer Aussteller lockt mit Bauchtanz und Schlangenbeschwörung, bei einem Unternehmen mit Geschäftsführern pakistanisch-afghanischer Herkunft laden orientalische Sitzkissen mit Wasserpfeifen zum Verweilen ein und zur Entspannung zwischen den Messegesprächen bietet ein schweizerisches Telekommunikationsunternehmen professionelle Thai-Massage an. Am ersten Messetag mit Öffnungszeiten von 16 bis 24 Uhr und 40 Euro Eintritt sind alle Getränke und der Zugang zu den stündlich wechselnden Büffets türkischer, russischer, indischer, asiatischer und deutscher Küche im Preis inbegriffen – am zweiten Tag ist der Eintritt mit 10 Euro für jedermann erschwinglich, allerdings ohne Verköstigung.

Die TelePIN Expo hat sich innerhalb von zwei Jahren von einem Stammtisch unter dem Namen „DINNER & CARDS“ über eine Abendveranstaltung in türkischen Hochzeitssälen zu einer Messe mit internationalen Ausstellern und mehr als 1000 Besuchern entwickelt. Die letzte TelePIN Expo fand am 27./28. Mai in der Messe der Stadt Offenbach statt, Deutschlands Stadt mit der höchsten Ausländerquote.



Veranstaltet werden TelePIN Expo und ETHMA von der Ethnotrade Medien- und Veranstaltungs GmbH, die seit 2002 mit der Interkulturellen Handelszeitung Ethnotrade eine eigene Publikation für den ethnischen Markt herausgibt. Die Ethnotrade erscheint alle zwei Monate in einer Auflage von 20.000 und richtet sich an Unternehmer mit Migrationshintergrund, Botschaften, Konsulate und Interkulturelle Organisationen.

Weitere Informationen: www.ethma.de und www.telepinexpo.com

Veranstalter/ Kontakt:

Ethnotrade Medien- und Veranstaltungs GmbH
Ansprechpartnerin für Presseanfragen: Dagmar Trüpschuch
Gitschiner Str. 61 | 10969 Berlin
Tel: 030- 440 150 0 | E-Mail: dt@ethnotrade.com




Datum: Donnerstag, den 02. Dezember: 16.00 – 24.00 Uhr
Freitag, den 03. Dezember: 11.00 – 16.00 Uhr


Ort: CEC – Messehalle am Flughafen Tempelhof
Columbiadamm 24 D-12101 Berlin


Eintritt: Donnerstag, 02.12.: 40 Euro (inkl. Essen und Getränke)
Freitag, den 03.12.: 10 Euro


Informationen zu Selbstständigkeit und Gründungsquoten von Zuwanderern:

Heute sind ca. 280.000 der etwas mehr als drei Millionen ausländischen Erwerbstätigen in Deutschland selbstständig. Die Gründungsquote von Ausländern liegt etwa doppelt so hoch wie unter der deutschen Bevölkerung. In einer Umfrage der Deutschen Ausgleichsbank (2001) lag die Gründungsquote von Ausländern mit 5,4 % sogar weit mehr als doppelt so hoch wie die Gründungsquote unter Deutschen mit 2,1 %. Von den ausländischen Gründern machen sich 26 % im Handel und 11 % im Gastgewerbe selbstständig, während es unter Deutschen nur 13% im Handel und 5 % im Gastgewerbe sind.

Erklärung zu Calling Cards:

*Calling Cards sind Telefonkarten, auf deren Rückseite eine gebührenfreie Einwahlnummer und eine Geheimzahl (PIN-Nummer) aufgedruckt sind. Über die gebührenfreie Einwahlnummer lässt sich von Festnetz, Handy oder Telefonzelle eine Verbindung zu einer Vermittlungsanlage (Switch) in Frankfurt, London oder New York aufnehmen, von der aus nach Eingabe der auf der Karte abgebildeten Geheimzahl günstige Telefonate in Länder wie z.B. Indien, Pakistan, Vietnam, Ghana und natürlich in die Türkei oder Russland hergestellt werden. Die Kosten des Gesprächs werden dann jeweils von dem Kartenguthaben abgebucht. Aufgrund der in nahezu allen Kulturen wichtigen Bedeutung von Familienbeziehungen und den mitunter hohen Telefontarifen für Auslandsgespräche geben Zuwanderer viel für die monatlich anfallenden Telefonate aus.



  







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